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Kur und Gesundheit in Eger
- Der Kurort mit 4 verschiedenen Heilwassern -
Dort, wo sich die Höhen des Bük-Gebirges aus dem Flachland erheben, liegt die geschichtsreiche Stadt Eger im Norden Ungarns. Die etwa 56.000 Einwohner zählende Stadt bildet den Komitatssitz des Komitats Heves und ist eine der ältesten Stadtgründungen Ungarns. Daher ist das Stadtbild besonders durch seine barocken Bauten, das aus der Zeit der osmanischen Herrschaft stammende Minarett und die mittelalterliche Burg sowie die Basilika, die nach der in Esztergom die zweitgrößte in Ungarn ist, geprägt. Eger ist außerdem ein kirchliches und regionales Verwaltungszentrum, Mittelpunkt des weltbekannten Weinanbaugebietes und stellt zudem ein wichtiges Handelszentrum dar. Von Ungarns Hauptstadt Budapest ist die Stadt ca. 130 km entfernt
Die Gebiete von Eger sind bereits seit der Steinzeit besiedelt. Zuerst lebten hier germanische und slawische Stämme, im 10. Jahrhundert begannen Ungarn hier zu siedeln. Bereits Anfang des 11. Jahrhunderts wurde Eger vom ersten König von Ungarn, Stephan I., zum Bischofssitz ernannt. 1241 wurde die Stadt vollständig von den Mongolen zerstört und danach wieder komplett aufgebaut. 1596 wurde Eger eingenommen und blieb 91 Jahre unter osmanischer Herrschaft. Aus dieser Zeit entstanden Moscheen und Bäder. Ihre Blütezeit erlebte die Stadt ab Mitte des 18. Jahrhunderts, als die das Stadtbild heute noch so prägenden barocken Bauten errichtet wurden. Im Jahre 1804 wurde die Stadt zum Erzbischofssitz ernannt.
Die Heilquellen der Stadt Eger, die sich am südlichen Fuße des Bük-Gebirges befinden, entspringen aus dem Karstwassern des Gebirges. Die günstige Wirkung der Heilquellen war schon in den türkischen Zeiten (14. bis 16. Jahrhundert) bekannt. Die Heilwirkung des Wassers ist vor allem mit ihrer milden Radioaktivität und mit der günstigen Wirkung der verschiedenen Spurenelementen im Wasser auf die biologische Funktion des Organismus zu erklären. Aufgrund der analytischen Prüfung, sind die Heilwasser der Stadt in 4 Gruppen zu unterteilen.
1. Einfaches radioaktives Heilwasser: In seinem Mineralsalzgehalt ist das Kalzium-Magnesium-Hydrocarbonat dominant. Die angegebene Radondosis unterschreitet 1000-3000mal die schädliche toxische Dosis.
In seiner
Zusammensetzung dominiert das Sulfid. 3. Schwefel- und Kalzium-Wasserstoffhaltiges Heilwasser: Schwefel spielt eine wichtige Rolle in der Funtionierung des menschlichen Organismus, und gehört zu den sogenannten untersetzbaren Mineralstoffen. Schwefel hat eine wichtige Rolle im Stoffwechsel des Bindegewebes und der Knorpel. Als Trinkkur verordnet, wirkt das Wasser auf die Steigerung der Magensäureproduktion und auf die Belebung der Darmbewegungen.
Es ist besonders bei den Schilddrüsen-Krankheiten anwendbar.
Außer den bereits oben genannten Elementen enthalten die Heilwasser weitere 51 verschiedene Spurenelemente.
Das Thermalbad von Eger befindet sich direkt neben dem großen Stadtpark und ist für Jung und Alt geeignet. Es gibt Becken mit verschiedenen Wasserarten und Wassertemperaturen.
Eine Kur in Eger eignet sich hervorragend bei/nach (Indikationen):
Von einer Kur wird abgeraten bei/nach (Kontraindikationen):
Übliche Behandlungsarten sind alle Arten von Massagen, Unterwassermassagen, Elektrotherapie mit Ultraschallbehandlung, Ultraschall, Kurzwellentherapie, Magnetfeldtherapie, Lasertherapie, galvanische Bäder, Schlammpackungen, Sollux, Hängebäder, Inhalationen, Gymnastik, Hängebäder, Heilgymnastik, Kryotherapie u. v. m.
Bekannt ist Eger durch die großen Weinanbaugebiete in der Umgebung, die neben anderen Weinsorten auch den bekannten Rotwein "Erlauer Stierblut" hervorbringen. In der gesamten Stadt gibt es zahlreiche Weinstuben und traditionelle, teils unterirdische Weinkeller, die zum gemütlichen Zusammensein einladen. Auch Einkaufsgeschäfte, Cafés und Restaurants prägen das Stadtbild und bieten reichlich Abwechslung. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen u. a. die Basilika, die Burg, das István-Dobó-Museum und der Dobó-Platz, das Minarett der Kethuda-Moschee, die Minorettkirche Sankt Antonius, die Barock-Gebäude der Kossuth-Straße, das Fazola-Tor, die Karl-Eszterházy-Hochschule oder die Galerie. Für sportlich aktive Gäste stehen z. B. die Schwimmhalle, Tennis- und Golfplätze sowie die zahlreichen Sportangebote der Hotels zur Verfügung. Eger ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. So kann man z. B. in die Puszta (Weltkulturerbe), in die Karpaten der Slowakei, nach Szilvásvárad in die weltberühmteste Tropfsteinhöhle, in das Mátra-Gebirge (Weltkulturerbe) oder nach Gödöllo und Budapest.
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